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Was schulden wir unseren Schulpferden?
In den letzten Jahren haben wir uns von so manch einem Schulpferd getrennt. Wir haben sie als Privatpferde abgegeben, sie in “Reitschulrente” geschickt oder - und das ist immer wieder sehr traurig - auch verloren.. Vor allem dies, ein Pferd zu verlieren, bedrückt uns, als Besitzer und Verantwortliche für die Pferde, immer wieder. Es führt dazu, dass wir uns die Verantwortung für das Wohlergehen, unserer Schützlinge an jedem Tag vor Augen halten.
Aber auch unsere Reitschüler tragen diese Verantwortung zu einem Teil mit uns.
Sie können nicht, sollen nicht und dürfen nicht diese Verantwortung für den Preis einer Reitstunde von sich schieben. Das ist den Pferden gegenüber im höchsten Maße unfair.
Wir haben aus diesem Grund einige Regeln aufgestellt, die explizit dem Schutz unserer Pferde dienen.
- Die Pferde werden vor und nach dem Reiten absolut zufriedenstellend versorgt.
Zum Reiten lernen gehört zwingend auch, dass man Pflichten übernimmt. Diese fordern wir konsequent ein. Wenn ein Pferd verdreckt und verschwitzt in der Box steht, können unsere Schüler davon ausgehen, dass wir in der kommenden Woche darüber ein Gespräch mit ihnen führen werden.
- Ein klares Wort! Nicht jeder ist zum Reiten geboren.
Bis zu einem gewissen Punkt kann man es lernen – aber manch einer lernt es eben nie. Beim Reiten wird man nicht sportlich – man muss sportlich sein, um reiten zu können. Ein wenig Unsportlichkeit sei erlaubt. Wenn jedoch ersichtlich wird, dass unsere Pferde dadurch leiden, dass Reitschüler (jeder Alters- und Gewichtsklasse) sich nicht ohne Zerren am Maul, Plumpsen im Rücken oder dergleichen oben halten können, werden wir die „Reiterkarriere“ einmal konkret und kritisch besprechen müssen. Die Folgen von schlechtem Reiten lasten nicht nur auf der “Pferdeseele”, sondern führen auch zu teilweise wochen- bis monatelangen Ausfällen, verbunden mit zum Teil erheblichen Tierarzt- und Pflegekosten.
- Schulpferd zu sein ist bei uns keine Lebensstellung.
Sobald wir für ein Schulpferd einen geeigneten Platz finden, verlassen sie zu gegebener Zeit ohne Ausnahme den Schulbetrieb. An Beispielen wie Bea oder Laureen kann man sehen, dass dies für die Pferde ein guter Schritt ist, den wir ihnen gerne ermöglichen wollen.
Wir sehen uns als Dienstleister im Reitsport. Die Ausbildung unserer Reitschüler auf und um das Pferd herum ist uns wichtig. Für eine Reitschule legen wir überdurchschnittlich großen Wert auf das Wohlbefinden unserer Pferde. Sie werden top versorgt, stehen in hervorragenden Ställen, kommen auf die Weide, werden gut medizinisch betreut.
Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Geld investiert um neue, spannende und hochwertige Pferde und Ausrüstung zur Verfügung stellen zu können. Nun sind unsere Schüler gefordert ….
Thomas Wamser
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