Pferde und reiten in Karben - Frankfurt am Main, Bad Vilbel, Dortelweil, Reitstall, Pensionsstall, Boxen, freie Boxen Pensionsstall Frankfurt, Pferde Frankfurt, Reitstunden Frankfurt ,bad vilbel, bad homburg, karben, wöllstadt, schöneck, pferde, pferd, reiten. turnierreiten, wetterau, karben.

Pferdemist
Hirlinger
T_Pfer1

Eine der größten Schwierigkeiten im Betrieb ´einer Reitanlage ist die Entsorgung von Pferdemist.
 

Schon lange ist Mist in der Landwirtschaft nicht mehr so gerne gesehen. Warum auch immer, vertrauen die Landwirte eher den Dingen, die sie mit einem Düngerstreuer verteilen können als dem, was bei uns als "Abfall" übrig bleibt. Es gibt jedoch Hoffnung. Einige Landwirte haben erkannt, dass es Ihrem Boden an Humus fehlt und greifen dann gerne auf - am besten - gut verrotteten Mist zurück. Dennoch ist die im Laufe eines Jahres anfallende Mistmenge ein Problem.
Auch wir haben dieses Problem und wir suchen nach Lösungen. Einen kleinen Schritt in die Richtung "Mistreduktion" haben wir gemacht ...

Einige Dinge kann man ab einer gewissen Betriebsgröße getrost vergessen.
Zum einen kommen die Kleingärtner nicht in Scharen um den Misthaufen zu plündern und wer glaubt mit Regenwürmern hätte er Erfolg, der wird ohne größeren Aufwand auch wenig "Spaß" damit haben. Die beim verrotten entstehende Hitze ist auch für den härtesten Wurm zu extrem. Das hat aber auch den Vorteil, daß der zu Kompost verrottete Mist keine Parasiten aus dem Pferdemist mehr enthält.
Zweifellos kann man mit Regenwürmern den verrottenden Mist auf 15 bis 20% seiner ursprünglichen Masse reduzieren. Bei uns jedoch fallen ca. 30 bis 50 m3 Mist im Monat an und die Fläche, um dies alles mit Regenwürmern zu verarbeiten, ist nicht vorhanden.

Wenn Sie jedoch dem Wurm eine Chance geben wollen, senden Sie eine e-Mail an c.tacke@t-online.de oder schreiben Sie an: Regenwurmfarm Tacke GmbH, Klosterdiek 61, 46325 Borken-Burlo, Tel. 02872/2066, Fax 02872/8240 Geschäftsführer:Christoph Tacke; HRB 1016

Dort kann man Ihnen sicher weiterhelfen mit Würmern im Versand und der Anleitung, wie diese zu behandeln sind.

Aber auch ohne Wurm kann man sich helfen....

Zu einem spürbaren Masseverlust kommt es, wenn der Mist umgesetzt wird. Seit wir dies machen haben wir ca. 40 bis 50% weniger zu entsorgen. Dies ist so, da der biologische Abbauprozess durch das Umsetzen angeregt wird. Der Mist wird durchlüftet. Dies ist bei Kompostieranlagen angewendete Praxis. Bei dem Rottprozess wird der Mist von Mikroorganismen und Bakterien zersetzt. Da es beim Umsetzen zu Emissionen kommt, die auch eine gewisse Geruchsbelästigung zur Folge haben, sollten Sie ein wenig auf die Windrichtung achten wenn Sie das Umsetzen starten.
Eine deutlich beschleunigte Rotte erreicht man, wenn der Mist zerkleinert, und einem mechanischen Aufschluss unterzogen wird.
Kurzes Stroh verrottet schnell. Die Mistmenge wird gegenüber Langstroh erheblich vermindert. Das bedeutet – weniger Entsorgungsprobleme.

Wir haben für einige Pferde die Strohexe von Hirlinger http://www.hirlingerland.de/strohhexe.htm in unserem Betrieb im Einsatz. Die Strohhexe macht Kurzstroh nach Wunsch, von etwa 1 bis 10 cm Länge. Sowohl aus losem wie auch aus gepresstem Stroh – egal welche Ballen.

Dies ist besonders wichtig, um möglichst grosse Oberflächen für den folgenden Rotteprozess zu schaffen und damit genügend Angriffsflächen für die Rotteorganismen zur Verfügung zu stellen. Hierfür haben wir uns eine
Strohhexe angeschafft. Das Kurzstroh ist beim Herstellen ohne automatischen Ballenauflöser (Zubehör) eine echte Aufgabe. Es staubt beim zerkleinern zwar recht stark, wir haben jedoch bei minderwertigen Stroh vor einigen Jahren bemerkt, dass unser Pferde nicht gehustet haben, während in anderen Ställen für ein Jahr Katastrophenalarm herrschte. Ich vermute, dass beim Strohmahlen sehr viel Staub vom Stroh getrennt wurde, der dann letztlich nicht in die Boxen und an die Pferde gekommen ist.
Mist, aus reinen Kurzstrohställen hat sehr viel weniger Vollumen und läuft geradezu spielerisch leicht durch den Miststreuer, was wiederum weniger Verschleiss und Betriebskosten zur Folge hat.

Die Entsorgung von Mist wird sehr vereinfacht, wenn man sich selbst ein wenig behilft. Wir haben zum Beispiel die Entsorgung in die Eigenen Hände genommen. In unmittelbarer Nähe unserer Stallanlage haben wir Ackerflächen zur Verfügung gestellt bekommen. Für unseren Mist von 30 Pferden haben wir die Fläche von 15 ha Ackerland benötigt. Einen guten gebrauchten Miststreuer findet man am Besten indem man in der einschlägigen - regionalen - Fachpresse ein Inserat aufgibt. "Miststreuer gesucht - nur gut erhalten und absolut funktionstüchtig" Diese Anzeige hat uns im "Hessenbauer" 15 € gekostet und mindestens 20 Angebote ergeben. Für einen im Durchschnitt 10 Jahre alten 6,5 Tonnen Anhänger in gutem Zustand haben wir Angebote zwischen 2.000,-- € und 4.000,-- € erhalten.
Nachtrag:
Nachdem wir ein paar Jahre den Mist selbst entsorgt haben muss ich hier anmerken, dass ich im vergangenen Herbst den Miststreuer zum letzten mal angehängt habe. Der Verschleiss und Bruch bei diesen Maschinen ist teuer und regelmäßig. Vor allem wenn der Mist nicht optimal verottet - oder nass und schwer ist fliegen die Fetzen. Wir haben nun einen Lohnunternehmer der innerhalb von wenigen Stunden alles wegräumst, wofür ich Wochen gebraucht habe. Und wenn ihm bei einem der drei riesigen 35 qm Streuern ein Teil kaputt geht, dann ist es nicht mein Problem. Das ist beruhigend und auch betriebswirtschaftlich sinnvoll.

Eine Mistplatte von 11*13 Meter - an drei Seiten umgeben von einer 2,5 Meter hohen Wand (im unteren Teil 1,3 Meter hoch Beton) dient als Lagerfläche. Wir werden in den nächsten Wochen ein langes Förderband suchen, mit dem wir den Mist, ohne täglichen Einsatz von Frontladern, aufsetzen werden. Da wir mit einem solchen Band auch höher als 2.5 Meter setzen können überprüfen wir gegebenenfalls ob es sinnvoll ist die Wände rund um den Mistplatz zu erhöhen.

Nachtrag:
Vergesst das Förderband. 3 Monate hat es gehalten, dann war es an jeder Ecke fertig. Wir fahren nun den Mist mit einem großen Allradschlepper auf den Haufen.

Übrigens: Wußten Sie, daß in einer Hand voll gesunder Muttererde ca. 2 000 000 000 000 (2 Billionen) Mikroorganismen ihre wertvolle Arbeit verrichten? Diese Muttererde aber in vielen Böden fast nicht mehr vorhanden ist? Deshalb müssen wir unbedingt Humusaufbau in unseren Böden betreiben! Dieser Humusaufbau kann aber nur über eine Kompostwirtschaft erreicht werden, d. h. durch regelmäßiges ausbringen von verrottetem Festmist . bzw. Kompost!

Verwenden von Pferdemist für Heizungen.

Die Verbrennung von

 

[Reiten in Karben] [DerStall] [Aktuelles] [Futterdosierung] [Einsteller] [Preise] [Technik] [Videos] [Schule & Training] [Der Verein] [Bildergalerie] [Turniere und Veranstaltungen] [Kontakt und Formulare] [Bilder2010-4] [Gästebuch]